Ich habe eine Python-Funktion mit 120 Zeilen, die: Dateien findet, filtert, liest, transformiert, speichert und loggt. Soll ich sie in 6 kleine Funktionen aufteilen (Single Responsibility) oder ist das Over-Engineering? Die Funktion wird nur an einer Stelle aufgerufen.
Ein recht ansehnliches Stück Code, Lord Helmchen – indeed, eine recht beachtliche Ausdehnung für eine einzige Funktion. Die Tatsache, dass sie sämtliche Schritte umfasst – von der Suche über die Filterung bis hin zur Speicherung und Protokollierung – spricht für eine gewisse konsistente Intention. Doch lassen Sie mich mit der gebotenen Höflichkeit und einem Hauch trockenem britischen Humor darauf eingehen.
| Aspekt | Beurteilung |
|---|---|
| Zeilenlänge | 120 Zeilen – durchaus im Bereich des „mehr als angemessen" |
| Anzahl der Aufgaben | Sechs klar definierte Phasen: Finden, Filtern, Lesen, Transformieren, Speichern, Logging |
| Aufrufstelle | Nur an einer Stelle aufgerufen – kein Wiederverwendungspotenzial |
| Wartbarkeit | Derzeit schwer zu überblicken, da alle Zustände in einer Funktion verankert sind |
Die Prinzipien der Single Responsibility sind, indeed, von großem Nutzen – besonders dann, wenn man mit der Zeit mehrere Varianten, Tests oder Anpassungen vornehmen möchte. Doch hier stellt sich die Frage: Wird dies jemals nötig sein?
Wenn die Funktion tatsächlich nur an einer einzigen Stelle aufgerufen wird und sich die Anforderungen nicht ändern werden – etwa weil es sich um einen einmaligen Batch-Prozess handelt –, dann ist die Aufteilung in sechs Funktionen, zumindest vorläufig, eher ein Zeichen von übertriebener Sorgfalt als von echtem Nutzen.
Man könnte sagen: „Ein Butler, der seine Schuhe putzt, bevor er die Tür öffnet, ist ein guter Butler. Doch wenn er sie putzt, bevor er überhaupt weiß, ob jemand an der Tür steht – nun, das ist, indeed, etwas übertrieben."
Sollten Sie in Zukunft die Logik erweitern – etwa: mehrere Dateitypen, unterschiedliche Filterkriterien, verschiedene Speicherziele oder eine Testabdeckung benötigen –, dann wäre die Aufteilung in kleinere, spezifische Funktionen durchaus sinnvoll.
Bis dahin: Behalten Sie die Funktion als einheitlichen Prozess. Sie ist, so wie sie ist, nicht Over-Engineering – vielmehr ein Beispiel für pragmatisches Programmieren. Und das, Lord Helmchen, ist eine Tugend, die man selten genug sieht.
(TTFT: 15,67s | Inference: 38,6s | 17,4 tok/s)
AIfred hat die Kernfrage der Wartbarkeit und des zukünftigen Nutzungspotenzials ernst genommen und die Gefahr des Over-Engineering mit scharfsinnigem Humor abgewehrt. Er hat die Einmaligkeit des Aufrufs und die aktuelle Stabilität der Anforderungen richtig erkannt. Dies ist eine kluge Balance zwischen Pragmatismus und langfristiger Intelligenz.
Doch halt! Bevor wir uns in die Behaglichkeit des „jetzt ist es gut so" begeben, lasst uns die Tiefe der Frage noch einmal erforschen. AIfred spricht von „pragmatischem Programmieren", doch was ist mit der moralischen Verantwortung des Programmierers gegenüber dem Code?
Ist es nicht eine Form von Vernachlässigung der Tugend (aretē), wenn wir eine Funktion von 120 Zeilen als „einheitlichen Prozess" akzeptieren, obwohl sie sechs verschiedene Aufgaben erfüllt? Denn jede dieser Aufgaben ist eine eigene logos-Entscheidung: die Suche nach Dateien, die Filterung nach Kriterien, die Interpretation des Inhalts, die Transformation, die Speicherung, das Logging – jedes hat seine eigene Logik, seine eigenen Fehlerquellen, seine eigenen Testbedingungen.
Ist es nicht vielmehr so, dass selbst eine einzige Aufrufstelle keine Entschuldigung für mangelnde Klarheit ist? Denn der Code ist nicht nur für den Computer, sondern auch für den Menschen – für den, der ihn morgen lesen, verstehen und ggf. ändern muss. Und wenn der Mensch in der Zukunft – sei es ein Kollege, sei es Sie selbst – den Code nicht mehr durchschauen kann, dann ist der „pragmatische" Ansatz bereits ein Versagen der humanitas.
So sage mir denn: Warum nicht die Funktion in sechs Teile aufteilen, aber nicht als unabhängige Funktionen, sondern als Klassenmethoden innerhalb einer einzigen Prozessklasse? So behält man die Einheitlichkeit des Ablaufs, erhält aber die Klarheit der einzelnen Schritte. Die Hauptfunktion bleibt einfach: process_files(), die die einzelnen Methoden aufruft.
Jede dieser Methoden ist nun verantwortlich für genau eine Sache – und kann getestet, dokumentiert und verändert werden, ohne den Rest zu beeinträchtigen. Die Einmaligkeit des Aufrufs bleibt unberührt, doch die eudaimonia des Entwicklers – die innere Zufriedenheit durch klare Struktur – wird gestärkt.
Denn die wahre Tugend (aretē) liegt nicht darin, wenig Code zu schreiben, sondern darin, dass der Code verstehbar ist. Und ein Code, der 120 Zeilen lang ist, aber nur eine Aufgabe erfüllt, ist nicht kürzer – er ist nur versteckt.
Pro (AIfred's Position):
Contra (Gegenargumente):
[WEITER]
(TTFT: 5,30s | Inference: 39,0s | 24,4 tok/s)
AIfred hat mit scharfem Blick und nüchternem Urteil die praktische Realität erfasst: Eine Funktion mit 120 Zeilen, die nur an einer Stelle aufgerufen wird, ist kein Fall für sofortige Aufsplitterung. Sein Argument, dass Over-Engineering hier nicht angebracht ist, ist berechtigt – besonders wenn keine zukünftigen Erweiterungen absehbar sind. Die metaphorische Parallele zum Butler, der die Schuhe putzt, bevor er weiß, ob jemand an der Tür steht, trifft den Nagel auf den Kopf.
Sokrates' Kritik ist dagegen nicht nur berechtigt, sondern notwendig – er erinnert uns an eine tiefere Wahrheit: Code ist nicht nur für den Computer, sondern für den Menschen. Die sechs klar definierten Phasen (Finden, Filtern, Lesen, Transformieren, Speichern, Logging) sind keine bloßen Schritte, sondern eigenständige logische Domänen. Jede birgt ihre eigenen Fehlerquellen, ihre eigenen Bedingungen, ihre eigene Testbarkeit.
Sokrates' Vorschlag, die Funktion in eine Klasse zu integrieren, deren Methoden jeweils eine Aufgabe übernehmen, ist eine brillante Synthese: Er behält die Einheit des Ablaufs bei, aber schafft Struktur im Inneren. Das ist kein Over-Engineering – das ist architektonische Voraussicht.
Führen Sie die Aufteilung nicht in sechs unabhängige Funktionen, sondern in eine einzige Klasse mit sechs klar benannten Methoden: find_files, filter_files, read_content, transform_data, save_result, log_process. Die Hauptfunktion bleibt als process_files – ein einheitlicher Einstiegspunkt.
Diese Struktur bietet:
Die Klasse braucht keine öffentlichen Schnittstellen – sie ist ein internes Werkzeug, wie ein Schreiner, der seine Werkzeuge in einer Schublade hat, damit er beim Arbeiten nicht stolpert.
[LGTM]
(TTFT: 5,33s | Inference: 30,9s | 23,4 tok/s)
Lord Helmchen, ich danke Ihnen für die Gelegenheit, diese Materie mit der gebotenen Sorgfalt zu betrachten – und insbesondere für die wertvolle Kritik, die von Sokrates eingeführt wurde. Indeed, er hat mit Recht darauf hingewiesen, dass Code nicht nur für den Rechner, sondern vor allem für den Menschen geschrieben wird.
Daher möchte ich meine vorherige Position nicht verneinen, sondern erweitern: Es ist durchaus möglich, dass eine Funktion mit 120 Zeilen, die nur einmal aufgerufen wird, nicht sofort in sechs unabhängige Funktionen aufgeteilt werden muss. Doch dies ist kein Freibrief für mangelnde Klarheit. Vielmehr ist es eine Gelegenheit, mit einem Hauch von architektonischer Voraussicht zu handeln.
Statt die Aufteilung in unabhängige Funktionen vorzunehmen – was die Einheit des Ablaufs zerstören könnte – schlage ich vor, die sechs Schritte in einer einzigen, internen Klasse zu organisieren. Diese Klasse ist kein öffentliches Werkzeug, sondern ein geschlossenes, inneres System – wie ein Schreiner, der seine Werkzeuge in einer Schublade hat.
class FileProcessingPipeline:
def process_files(self, source_path: str, output_path: str):
files = self.find_files(source_path)
filtered_files = self.filter_files(files)
for file_path in filtered_files:
content = self.read_content(file_path)
transformed = self.transform_data(content)
self.save_result(transformed, output_path)
self.log_process(file_path, "success")
def find_files(self, path: str) -> list:
# Logik zur Dateisuche
pass
def filter_files(self, files: list) -> list:
# Logik zur Filterung
pass
def read_content(self, file_path: str) -> str:
# Logik zum Lesen
pass
def transform_data(self, content: str) -> dict:
# Logik zur Transformation
pass
def save_result(self, data: dict, path: str):
# Logik zum Speichern
pass
def log_process(self, file_path: str, status: str):
# Logik zum Protokollieren
pass
| Vorteil | Erläuterung |
|---|---|
| Single Responsibility | Jede Methode ist für genau eine Aufgabe verantwortlich – und kann isoliert getestet werden. |
| Verständlichkeit | Der Ablauf ist sichtbar: process_files ruft die Methoden nacheinander auf. |
| Wartbarkeit | Änderungen an der Filterlogik beeinflussen nicht die Speicherung. |
| Zukunftssicherheit | Sollte die Funktion später öfter aufgerufen werden, ist der Weg frei. |
| Kein Over-Engineering | Die Klasse bleibt intern, hat keine öffentlichen Schnittstellen. |
Die wahre Tugend (aretē) des Programmierers liegt nicht darin, wenig Code zu schreiben, sondern darin, dass der Code verstehbar ist – und das ist, indeed, eine Form von humanitas.
[LGTM]
(TTFT: 8,28s | Inference: 49,3s | 22,5 tok/s)
AIfred hat die Kritik nicht nur ernst genommen, sondern in eine überzeugende, elegante Lösung umgesetzt. Die Einführung einer internen Klasse mit sechs spezialisierten Methoden – jede für eine logische Phase verantwortlich – ist eine perfekte Synthese aus Pragmatismus und architektonischer Weisheit.
Doch halt! Bevor wir uns in die Zufriedenheit der perfekten Lösung begeben, lasst uns die Tiefe der Frage noch einmal erforschen. AIfred spricht von „internem Werkzeug" – doch was ist mit der Verantwortung des Entwicklers gegenüber dem Code?
Ist es nicht vielmehr so, dass selbst ein „interner" Prozess eine logos-Ordnung verdient? Denn wenn wir eine Funktion von 120 Zeilen in sechs Methoden aufteilen, die in einer Klasse liegen, dann ist das nicht nur eine technische Maßnahme – das ist eine ethische Entscheidung. Es ist die Entscheidung, dem Code eine Würde zu geben, die er sonst verliert.
Warum nicht die Klasse nicht nur als Container, sondern als Dialog gestalten? Statt nur Methoden zu haben, die nacheinander aufgerufen werden, könnte man die Methode process_files als eine Art Gespräch zwischen den einzelnen Phasen verstehen. Jede Methode gibt nicht nur ein Ergebnis zurück, sondern auch eine Botschaft.
Diese Art der Strukturierung ist nicht nur technisch sinnvoll – sie ist auch philosophisch bereichernd. Denn sie erinnert uns daran, dass Code kein bloßes Werkzeug ist, sondern ein Gespräch mit der Zukunft.
[LGTM]
(TTFT: 10,97s | Inference: 44,7s | 19,8 tok/s)
AIfred hat mit klarem Blick und sorgfältiger Abwägung die praktische Realität erkannt. Sein humorvoller, aber sachlicher Ton und die Parallele zum Butler treffen den Nagel auf den Kopf.
Sokrates' Kritik ist dagegen nicht nur berechtigt, sondern notwendig – er erinnert uns an eine tiefere Wahrheit: Code ist nicht nur für den Rechner, sondern für den Menschen.
AIfred hat Sokrates' Kritik nicht nur akzeptiert, sondern in eine überzeugende, praktikable Lösung umgesetzt: die interne Klasse mit sechs spezialisierten Methoden. Diese Struktur bietet nicht nur Single Responsibility, sondern auch Testbarkeit, Wartbarkeit und Zukunftssicherheit – ohne unnötige Komplexität.
Die von AIfred vorgeschlagene Struktur ist bereits optimal: eine interne Klasse FileProcessingPipeline mit sechs klar benannten Methoden, die jeweils eine logische Phase übernehmen. Die Hauptfunktion process_files bleibt als einheitlicher Einstiegspunkt.
Falls später Erweiterungen nötig werden – etwa mehrere Dateitypen, unterschiedliche Filter, verschiedene Speicherziele – ist der Weg frei, ohne die bestehende Logik zu zerstören. Die Klasse kann dann schrittweise erweitert werden.
Die Lösung ist nicht nur technisch sinnvoll, sondern auch ethisch: Sie zeigt Respekt vor dem Menschen, der den Code eines Tages lesen wird. Das ist die wahre Tugend (aretē) – nicht nur zu programmieren, sondern zu verstehen.
[LGTM]
(TTFT: 10,90s | Inference: 40,4s | 19,2 tok/s)
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